Archive für 24.9.2011

Mehr Präsenz vom Bürgermeister gefordert

Ich werde immer wieder angesprochen, ich solle öffentlich mehr Präsenz und mehr Führung zeigen.  Dazu zwei Anmerkungen:

1. Ich werde von anderer Seite oft angesprochen, ob ich nicht etwas zu oft in den Medien sei. Nun, man kann offenbar nicht jede Erwartung erfüllen.

2. mehr Führung zeigen? Was fehlt denn genau? Wollten viele nicht einen Wandel in der Art der Rollenwahrnehmung des Bürgermeisters? War man es nicht ein wenig müde, dass es immer nur einen Helden gab und sonst niemand zum Zuge kam? Es ist meine tiefe Überzeugung, dass man im Jahr 2011 Führung nicht durch Dominanz und Machtworte praktizieren sollte, sondern mehr Teamarbeit lebt und Hilfestellungen gibt. Meine Linie ist, Leute stark zu machen und zu besonderen Höchstleistungen zu motivieren. Und wenn die Leistung erbracht wurde, gehört den Protagonisten die Bühne und der Applaus. Dann kommt am Ende in Summe mehr raus. Es muss nicht immer der Bürgermeister im Mittelpunkt stehen. Aber wo fehlt denn Führung genau? Natürlich haben wir in den 9 Monaten meiner Amtszeit noch nicht alle Themen angepackt und gelöst. Diese Erwartung ist doch irreal. Aber einiges haben wir erreicht. Z.B. die wortreich-Eröffnung nächste Woche. Wenn es jetzt keine Mega-Panne mehr gibt, werden wir plangemäß öffnen. Falls irgendjemand glauben sollte, dass dies selbstverständlich wäre, liegt er aber falsch. Gerade im April/Mai hatten wir ernsthaft über eine Verschiedbung nachgedacht, aber durch kreative Lösungen im Projektabauf den Fahrplan einhalten können. Bei den Planungsfehlern, die sich vor meiner Amtszeit ergeben hatten, wäre es ein Einfaches gewesen, die Verschiebung zu veranlassen. Aber wir haben es im Team hinbekommen. Und ich nehme für mich in Anspruch in den zahlreichen Sitzungen und Gesprächen intensiv Führung praktiziert zu haben. Vielleicht in anderer Form als mancher Außenstehende gerne hätte, dafür aber offenbar sehr wirkungsvoll. Ohne Geschrei und Panik aber mit voller Konzentration und Leidenschaft haben wir auf diesen Meilenstein hingearbeitet. Und wenn Kollege Kurdirektor Mayer nun glänzt und nicht der Bürgermeister, dann rufe ich:

Glückwunsch Herr Mayer, klasse Job!!!!!! Ihre Bühne, Ihr Erfolg!

Und ich bin mir sicher, dass Herr Mayer genau weiß, wer ihm links und rechts am Wegesrand geholfen hat und wird genau diesen Personen bei deren Projekten und Themen ebenfalls mit vollem Engagement behilflich sein…So lebt man Teamarbeit.

Ich würde sagen, wir machen weiter so:

Während die Menschen feiern und gute Laune haben, machen wir im Hintergrund unsere Arbeit. So stelle ich mir eine effektive Verwaltung vor.

Lullus-Sportpark heute in der HZ

In der heutigen Ausgabe der HZ bestätigt Redakteur Karl Schönholtz, welcher an der Ausschusssitzung im Juli teilnahm, wie das Projekt von mir positioniert wurde und wie alle Beteiligten auseinander gingen.

Wirklich schade, wie so ein übergreifender Ansatz, der alle zum Mitmachen animiert, aus parteitakitschen Gründen zum “Zankapfel” gemacht wird.

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