Archive für 31.12.2009

Kurdirektorin schon wieder weg

Was eine Peinlichkeit für Bad Hersfeld, schon wieder steht die Stadt ohne Kurdirektorin dar. Nach Presseangaben legt Silvia Hochkirch den Posten aus “persönlichen Gründen” zum Jahresende nieder. Persönliche Gründe werden immer dann angeführt, wenn es einem richtig stinkt. Wenn die Zusammenarbeit mit irgendwem grad gar nicht funktioniert. Wer oder was könnte das gewesen sein? Spekulieren wir doch mal…

Fakt ist, dass Ute Simon zum 31.12.08 den Posten niederlegte, um in Bad Liebenstein einen Job anzunehmen. Nun, das kann passieren. Ihr folgt Andrea Lüddecke-Niewerth, die unser Bürgermeister für so talentiert hielt, dass er sie aus einer festen Anstellung in Fulda rauswarb. Leider waren die Vorschusslorbeeren größer als das Talent, so dass sie die Probezeit nicht überstand. Ich kann mir kein Urteil erlauben, weil ich die Dame nie näher kennenlernte. Aber das Ergebnis war natürlich fatal für sie, denn im öffentlichen Dienst die Probezeit nicht zu überstehen, ist ein kompletter beruflicher Knock-Out. Möglicherweise hat ihr Freitod vor einigen Wochen auch damit zu tun. Nun Silvia Hochkirch. Mit riesengroßem TamTam vom Bürgermeister eingeführt, schmeißt sie nach nicht mal 6 Monaten die Brocken hin.

Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass es allesamt “Flaschen” sind. Aber wenn dem so sei, dann ist es eine Oberpeinlichkeit für den Bürgermeister und den Magistrat, denn dort wurden ja die Einstellungen und die Fehleinschätzungen vorgenommen. Als eher wahrscheinlich betrachte, ich dass Fr. Hochkirch den autoritären Führungsstil unseres Herrn Bürgermeister (seiner Majestät) nicht weiter aushalten wollte. Dessen Rückendeckung wäre sicherlich auch in der aktuellen Findungsphase mit dem neuen Stadtmarketing-Verein erforderlich gewesen.

Egal, was letztlich Hochkirchs Beweggründe waren und sind. Für die Stadtführung ist das ein Debakel - es ist ein Marketing-Gau für die Stadt und den Bürgermeister, welcher sich ja im Frühjahr/Sommer auf der Hohen Luft hinstellte und verkündete, dass er de facto der Einzige sei, der in HEF Ahung von Marketing habe.

Es zeigt auf, dass die teilweise mittelalterlichen Führungsstrukturen ungeeignet sind, um moderne Menschen in die Stadt zu ziehen und Bad Hersfeld zu einer modernen Stadt zu entwickeln. Warum sonst flüchten unsere jungen Menschen scharenweise aus Bad Hersfeld? Den Beleg konnte man über Weihnachten wieder erleben: Hunderte Flüchtlinge kamen zurück nach HEF und es war ein großes, freudiges Wiedersehen.

Bad Hersfeld ist eine sterbende Stadt. Da helfen uns weder Prunkbauten, Flaniermeilen im Kurpark noch Billig-Jobs. Einzig eine langfristige Ansiedlung und Schaffung moderner, hochwertiger Industriearbeitsplätze. Die 70/80er-Jahre Politik hat definitiv ausgedient. Und mit ihr die Führungsstile von damals.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch und für 2010 Gesundheit und Glück. Und uns allen, dass endlich die richtigen Weichen für eine gute Zukunft gestellt werden.

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