Archive für 12.4.2009

Hochqualifizierte Jobs in Gefahr

Fehling:  Krise bringt Risiken und Chancen

 

 

Bad Hersfeld. Eine neue Studie zeigt, dass sich die Arbeitsplätze von mehr als 11 Millionen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigen in Deutschland mittelfristig ins kostengünstigere Ausland verlagern lassen. Dazu der FDP-Bundestagskandidat Thomas Fehling: „Das Neue an dem Ergebnis ist, dass eben nicht nur Billigjobs betroffen sind, sondern in überproportionalem Maße gut bezahlte Berufe. Das sogenannte Offshoring ist ein Risiko nicht zuletzt für Facharbeiter und Ingenieure.“ Laut der Studie besteht die Gefahr besonders für Bundesländer, die sich bislang recht gut behaupteten, also Baden-Württemberg, Bayern und Hessen. Dabei geht es nicht nur darum, mehr Geld in Schulen und Hochschulen oder in betriebliche Aus- und Weiterbildung zu stecken. „Auf diesen Wettbewerb werden wir uns noch stärker einstellen müssen, wollen wir unseren Wohlstand auf Dauer halten. Wir müssen endlich umdenken. Deutschland muss weg von seinem überkommenen Bildungssystem, hin zu einem Qualifizierungssystem, das Erwerbstätige besser wappnet für den internationalen Wettbewerb. Wir brauchen ein System, welches Mehrfachqualifikationen fördert und moderne Denk- und Arbeitsmethoden intensiver berücksichtigt. Dazu habe ich bereits Vorschläge, wie die Fachhochschule für Technologievermarktung und Patentverwertung, gemacht und werde in den nächsten Wochen weitere Ideen vorstellen“, so Fehling weiter. Aufgrund der exzellenten Ausbildungen in vielen Schwellenländern, der hoch motivierten und leistungsbereiten Mitarbeiter, der deutlich günstigeren Gehälter und Sozialabgaben sowie der massiv geringeren Bürokratie-Aufwände verlagern immer mehr mittelständische Unternehmen ihre hochwertigen Forschungsarbeiten in aufstrebende Regionen. Während sich der Mittelstand in Deutschland von der Regierung vernachlässigt fühlt, stehen ihm im Ausland die Türen offen und er findet aktive Unterstützung bei der schnellen Umsetzung neuer Ideen.

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